Rückblick Digitale ARGE des Selbsthilfebüros vom 11. Februar 2022

Am 11. Februar 2022 fand unsere zweite digitale ARGE Selbsthilfe via Zoom statt. Zahlreiche Selbsthilfeaktive aus der Stadt und dem Landkreis Karlsruhe nahmen teil, ebenso Fachkräfte wie Caroline Hopfe von der AOK Baden-Württemberg, Uwe Holzmüller von der DAK-Gesundheit, Rosemarie Strobel Heck (Stadt Karlsruhe – Büro für Mitwirkung und Engagement), Denise Andres und Reimar Neumann vom Landratsamt Karlsruhe und Jan Siegert von der KISS-Stuttgart.

Nach einleitenden Worten durch den Geschäftsführer der Paritätischen Sozialdienste, Peter Kohm, moderierten Esther Gräfenecker und Tanja Henkenhaf durch das Programm.

Unsere Kolleginnen vom Selbsthilfebüro, Esther Gräfenecker und Tanja Henkenhaf vor der Kulisse für die Digitale ARGE.

Zunächst fand eine Vorstellungsrunde der einzelnen Teilnehmer und Teilnehmerinnen statt.

Es folgten themenspezifische Praxisberichte, die Einblicke über die Entstehung von virtuellen Gruppentreffen während der Corona Pandemie gaben. Die Wege von Präsenz-Gruppentreffen hin zu virtuell stattfindenden Gruppentreffen sind stets individuell, da unterschiedliche Selbsthilfegruppen unterschiedliche Belange haben. Frau Maria-Luise Wipfler, Leiterin der Pro Retina Deutschland e.V., hatte zunächst das Wort. Pro Retina hat 6700 Mitglieder, ist aufgeteilt in verschiedene Regionalgruppen und für Menschen mit seltenen Netzhautdegenerationen. Frau Wipfler berichtete, trotz besonderer Hürden, habe sich die Gruppe mit Beginn des ersten Lockdowns ziemlich zügig auf virtuelle Gruppentreffen via Zoom umgestellt und konnten sogar einige Vorzüge genießen. Durch die Teilnahme an Referentenbeiträgen per Klick, entfielen weite Fahrtwege, was sich gerade für Gruppenteilnehmer*innen der Pro Retina als großen Vorteil erwies. Auch in Zukunft seien weitere digitalisierte Gruppentreffen, den so genannten I-Phone Cafés nicht mehr weg zu denken und würden zusätzlich zu Präsenzgruppentreffen beibehalten, so Frau Wipfler.

Ein weiterer Einblick in die Entstehungszeit digitaler Selbsthilfegruppentreffen gab Michel Mayer von der Selbsthilfegruppe Freundeskreis Karlsruhe. Der Freundeskreis ist eine gemischte Selbsthilfegruppe rund um das Thema Sucht. Es geht dabei um alle Süchte für Betroffene und/oder Angehörige von Suchtkranken. Eine große Herausforderung stellte die Tatsache dar, nicht alle Selbsthilfegruppenteilnehmer*innen mit ins virtuelle Boot zu nehmen, denn es drohte stets die Gefahr, Kontakte zu verlieren. Herr Mayer wurde erfinderisch und es entstand, neben virtuellen Gruppentreffen via Zoom, die Idee von Infobriefen, die zum einen per E-Mail und zum andern auf postalischem Weg an die Gruppenteilnehmer*innen des Freundeskreises zum Austausch versendet wurden.

Beispiel eines Infobriefs von Herrn Mayer der Selbsthilfegruppe „Freundeskreis“

Jan Siegert von der KISS-Stuttgart und Projektleiter der brandneuen App MeetingMe stellte dieselbe auf anschauliche Weise dar. Die MeetingMe App wurde speziell für die Durchführung von virtuellen Selbsthilfegruppentreffen erstellt. Derzeit läuft noch eine Testversion, um die letzten Feinschliffe feilen zu können. Das fertige Exemplar wird zeitnah erscheinen. Weitere Infos hierzu erhalten Sie unter: kiss-stuttgart.de/meeting-me

Nach einer Pause mit Gelegenheit zum freien Austausch, wurden die Gruppenteilnehmer*innen in zwei Break Out Rooms aufgeteilt.

Im einen stellten Tanja Henkenhaf und Esther Gräfenecker den Selbsthilfegruppenteilnehmer*innen verschiedene Methoden, die sowohl in präsenten, virtuellen und hybriden Gruppentreffen angewendet werden können, vor. Mit ein bisschen Kreativität können die meisten Methoden auch in die digitale Welt mit hineingenommen werden. Schauen Sie doch mal in unser Handout, hier erhalten Sie weitere Hinweise und Links zahlreicher praktischer Ideen.

Im zweiten Break Out Room wurde den Kooperationspartnern des Selbsthilfebüros unser neues Digitalisierungsprojekt vorgestellt, zu dem im Frühjahr 2022 noch eine größere Auftaktveranstaltung folgen wird.

Anschließend gab Frau Strobel-Heck von der Stadt Karlsruhe vom Büro für Mitwirkung und Engagement einen Überblick über die vielfältigen Fortbildungsangebote der Stadt Karlsruhe.

Nach einem Ausblick auf die Arbeit des Selbsthilfebüros Karlsruhe für 2022 durch Tanja Henkenhaf wurde im Anschluss an die ARGE um Feedback zur Veranstaltung gebeten. Wir möchten auch Sie ermuntern, dieses Feedbacktool zu nutzen und uns weitere Ideen und/oder Wünsche für zukünftige ARGEN bzw. für weitere Unterstützungsangebote durch das Selbsthilfebüro mitzuteilen.


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