Wir stellen das KiFaz vor

Das Kinder- und Familienzentrum (KiFaz) im Hardtwaldzentrum

Unsere Einrichtung arbeitet nach einem teiloffenen Konzept und mit altersgemischten Stammgruppen. Dadurch erfahren die Kinder sich selbstbestimmt in der Wahl ihres Spiels. Sie können in einem vorgegebenen Rahmen mitgestalten.

Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren besuchen im Freispiel verschiedenen Funktionsräume (Beschreibung der einzelnen Räume siehe unten). Räume wie die Bibliothek, dem Malzimmer oder dem Turnraum bieten den Kindern eine individuelle Bildungswelt. Kinder unter drei Jahren haben zusätzlich eigene Räume und Bildungsangebote entsprechend ihrer Bedürfnisse.

In den Stammgruppen werden die Kinder entsprechend ihres Alters, ihrer Interessen, ihrer Fähigkeiten und ihres Entwicklungsstands begleitet und gefördert. Dabei verknüpfen wir Erziehung, Betreuung und Bildung.

Die Fachkräfte bilden durch eine wertschätzende Haltung die Basis einer stabilen Beziehung und Bindung.

Ankommen im KiFaz

Ein Kind ruht sich auf einem abgerundeten Durchgang aus. Eine Erzieherin begrüßt die ankommenden Eltern und Kinder.

Zwischen 7.30 Uhr und 9.30 Uhr können die Kinder ins KiFaz gebracht werden.
Während sich die Kinder in Ruhe überlegen, wie und wo sie den Tag beginnen können, ermöglichen wir den Eltern mit unserer Rezeption alle wichtigen Informationen einer Fachkraft mitzuteilen. Diese Fachkraft hört sich alle Fragen, Sorgen, Informationen an und trägt sie in ein Buch ein, welches alle Mitarbeiter(innen) lesen.

Im Tagesablauf bieten wir den Kindern 3 Mahlzeiten an. Dabei achten wir auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Im Zeitraum von 7.30 bis 10.00 Uhr bieten wir ein Frühstück, mit reichlich Früchten, Gemüse, Vollkornprodukten, Nüssen und ungesüßten Getränken an. Unser Mittagessen wird von apetito angeliefert. Um 15.00 Uhr nehmen die Kinder einen Imbiss ein, der hauptsächlich aus Früchten und Gemüse besteht. Den ganzen Tag über steht Wasser und ungesüßter Tee den Kindern zur Verfügung.

Etagere mit Brot-Schnittchen, kleingeschnittenem Obst und Gemüse. Behälter mit Frühstücksflocken

Einblicke in unsere Einrichtung

Tierische Unterstützung durch unsere Co-Pädagogen

Die drei Hunde Ilaila, Kalle und Rudi
Wir unterstützen die pädagogischen Fachkräfte bei ihrer Arbeit mit den Kindern: Therapie – Begleithund Ilaila (Golden Retriever), Kindergartenhund Kalle (Havaneser) und Rudi (Bolonka-Zwetna), in Ausbildung zum Kindergartenhund.

Bibliothek

Kinder hören der vorlesenden Erzieherin zu.

In der Bibliothek befindet sich eine große Auswahl an Bilderbüchern, die zum Stöbern, Entdecken und Vorlesen einladen. Die Kinder lernen den sachgerechten Umgang mit Büchern und räumen sie nach Gebrauch selbständig wieder auf. Das konzentrierte Zuhören, miteinander ins Gespräch kommen und Reimen, fördert die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder.

Mit Stempeln und Buchstabenkarten erarbeiten sich die Kinder auf spielerische Weise Kompetenzen zum späteren Schrifterwerb.

Malzimmer

Kinder malen und basteln.

Kreativität ist die Fähigkeit des Menschen neue Denkinhalte hervor zu bringen. Durch eine ästhetische Erziehung können wir bestimmte Eigenschaften die für die Kreativität nötig sind fördern. Zu diesen Eigenschaften gehören:

  • Sensibilität: bewusst im Reich der Sinne leben, offen und wahrnehmungsbereit sein
  • Flexibilität, Fantasie: Anstöße von außen in Assoziationen umsetzen
  • Erfahrung: mit Materialen, Möglichkeiten und Grenzen sammeln
  • Feinmotorik: Stifthaltung, schneiden, zusammenfügen und halten
  • Selbstfindung: Identifikation mit der Bildwelt beim Malen

Den Kindern stehen im Malzimmer hierfür vielfältige Materialien zur Verfügung. Angefangen über Malstifte, Wasserfarben und Fingerfarben. Scheren, Klebstoff und Kleister. Schachteln, Dosen, Becher, Papprollen zum dreidimensionalen Basteln und Werken. Verschieden gesammelten Naturmaterialien. Papiere in verschiedenen Größen. Große Bilder können auf dem Boden gemalt werden, so dass der ganze Körper im Maleinsatz ist.
Zur Bildbetrachtung und Anregung stehen auch verschieden Kunstdrucke zur Verfügung.

Werkstatt

Ein Kind sägt an der Werkbank. Die Erzieherin unterstützt dabei.

In der Werkstatt finden die Kinder Holz in verschiedenen Formen und Größen, textiles Material, Styropor und Blech.
Geeignetes Werkzeug (Hammer, Sägen, Feilen, Zwingen, Handbohrer…) sowie Bastelmaterial zum Bearbeiten und Gestalten (Scheren, Leim, Korken, Farben, Knöpfe, Perlen…) stehen ebenfalls zur Verfügung.
Die Kinder werden dazu ermutigt nach eigenen Ideen ihre Werkstücke herzustellen. Mit Hilfe eines Erwachsenen wird die Umsetzung im Bezug auf Material, Werkzeug und Durchführbarkeit besprochen. Die pädagogische Fachkraft bringt ebenfalls Anregungen und neue Ideen mit ein (wie z.B. Papier schöpfen oder Experimentieren und Gestalten mit dem Werkstoff Ton).

Spielezimmer

Ein großer Bauklotzturm wurde von den Kindern gebaut.

Kinder entdecken verschiedene Formen. In der Spielecke leben Kinder ihre Erfahrungen nach.

Das Spielezimmer hat den Schwerpunkt Bauen und Rollenspiele. Im Baubereich bauen und konstruieren die Kinder mit Schienen, Holzbausteinen, großen Legosteinen, Holztieren, Tüchern, Fahrzeugen, Kugelbahnen und vielem mehr. Sie spielen Erlebtes nach z.B. Zirkus, Bauernhof oder Bauarbeiter. Die Kinder sollen durch die Vielfalt an Materialien zum Entdecken und Experimentieren, Konstruieren und Gestalten angeregt werden.
Begriffe wie groß, klein, hoch, niedrig, schief und gerade gewinnen an Bedeutung. Neue Impulse ergeben sich durch den Einsatz von Messlatten, dem Betrachten und Gestalten von Bauplänen oder thematisch passender Bilderbücher.

Kinder schlüpfen in eine andere Rolle um, Alltagserlebnisse zu verarbeiten, ihre Fantasie auszuleben und soziales Verhalten zu erproben. Im Rollenspielbereich finden die Kinder Verkleidungsmaterialien, eine Kinderküche, Puppenkinder, einen Kinderwagen, ein ausrangiertes Telefon und vieles mehr. Je nach den Interessen der Kinder ändert sich der Schwerpunkt von Zeit zu Zeit immer mal wieder. So eröffnet z.B. ein Supermarkt, eine Polizeistation oder eine Arztpraxis.

Turnraum

Kinder klettern über Kisten, Bretter und Leitern.

Kinder möchten sich bewegen, denn Bewegung ist eines der Grundbedürfnisse von Kindern und für ihre gesamte Entwicklung unerlässlich. Bewegungsanreize unterstützen direkt die Entwicklung und Vernetzung des Nervensystems. Auf diese Weise wird eine Kommunikation zwischen verschiedenen Bereichen im Gehirn, die Vorraussetzung für das Denken möglich.
Im KiFaz haben die Kinder im Turnraum die Möglichkeit ihren angeborenen Bewegungsdrang auszuleben. Während der Freispielzeit steht das freie Bewegen in einer Bewegungsbaustelle im Vordergrund. Aus verschiedenen Großgeräten wie zum Beispiel großen und kleinen Kästen, Bänken, Leitern, Rutschen, Schaukeln und Matten wird zu bestimmten Themen ein Bewegungsparcours aufgebaut. Die Kinder sammeln darin ihrem Entwicklungsstand angemessene Bewegungserfahrungen wie z.B. Klettern, Krabbeln, Robben, Rollen, Balancieren, Hüpfen… Gerne werden auch Kleingeräte und Alltagsmaterialien wie z.B. Schaumstoffklötze, Rollbretter, Stäbe, Kegel, Bälle, Tücher, Seile, Sandsäckchen Wäscheklammern… mit einbezogen. Die Kinder können sich diese Materialien nach Absprache aus der Kammer holen und damit experimentieren und bauen.
In der Kammer neben dem Turnraum werden auch eine Musikanlage und Musikinstrumente aufbewahrt. So kann Musik und Bewegung z.B. beim Tanz kombiniert werden.

Die Räume der „Mäusebande“ (2-3 jährige Kinder)

Die zwei- bis dreijährigen Kinder spielen in kleineren Gruppen.

Das Zimmer Kunterbunt und das Kuschelzimmer

Das kunterbunte Zimmer ist das so genannte „Zimmer zum Ankommen“ der Mäusebande, sprich der Kinder unter 3 Jahren. Sie brauchen aufgrund ihres Alters noch einen geschützten Rahmen, feste Bezugspersonen und begrenzte Räume. Bis sie richtig „verwurzelt“ sind, bleiben die  Kinder während der Freispielzeit hauptsächlich in ihrem Raum, der speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmt und mit entsprechenden Materialien eingerichtet ist.

Die Funktionsräume (Bibliothek, Malzimmer, Turnraum,…) werden überwiegend mit der gesamten Minigruppe während der Projektzeit kennen gelernt. Zeigt ein zweijähriges Kind darüber hinaus Interesse daran, die anderen Räumlichkeiten zu nutzen, so wird ihm dies selbstverständlich ermöglicht, und es wird, wenn nötig, von seiner Bezugserzieherin begleitet.

Das Zimmer Kunterbunt wird während der Freispielzeit auch gerne von den älteren Kindern genutzt.

Angegliedert an das Zimmer Kunterbunt ist das sogenannte Kuschelzimmer, in dem die Jüngsten nach dem Mittagessen schlafen. Da der Raum erst zur Schlafenszeit mit den Betten gerichtet wird und nur mit einem großen Teppich ausgestattet ist, bietet sich hier für alle Altersgruppen genügend Raum zum Tanzen, für Verkleidungsspiele, zum Musizieren, Musik hören, Bewegen oder auch zum Zurückziehen – je nach Bedarf.

Das Außengelände

Kinder spielen im Außengelände des KiFaz: Auf der Schaukel, im Sandkasten, auf der Rutsche. Und manche ruhen sich in einer schattigen Ecke aus.

Das Außengelände wird bei Wind und Wetter genutzt und ist ein wichtiger Bereich des KiFaz. Die Kinder finden im Außengelände feststehende Spielgeräte, einen Sandkasten und Fahrzeuge. Stelzen und andere Bewegungsspielmaterialien. Aber auch Naturhölzer, Bretter, Kisten und Ähnliches, die zu einer Bewegungsbaustelle herangezogen werden können, sind für die Kinder frei zugänglich vorhanden und regen die Kinder zum Bewegen und für Rollenspiele an.

Das Spielen unter freiem Himmel, unbegrenzt von Wänden, bietet einen weiteren Raum für die körperliche, geistige und seelische Entwicklung der Kinder.
Die Freude an der Bewegung sowie die Grob- und Feinmotorik werden gefördert. Der direkte Kontakt zu den Elementen Erde, Luft und Wasser und in begrenztem Umfang auch zum Feuer, spricht alle Sinne der Kinder an. Die Kinder haben hier genügend Möglichkeiten, zum Forschen und Entdecken, zum Spielen alleine oder in der Gruppe.

In den Sommertagen verlagert sich das „Kitaleben“ größtenteils nach draußen. Dann werden auch Tische für die Kinder bereitgestellt an denen gemalt, gebastelt und auch gespielt werden kann. Im Schatten der Bäume werden Bücher vorgelesen oder in Beeten mit den Kindern gegärtnert, oder es wird mit Wasser geplanscht und experimentiert.

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