Bericht: Jugend- und Drogenberatung Karlsruhe zu Gast bei EL-dro-ST e.V.

Das Selbsthilfebüro der Paritätischen Sozialdienste in Karlsruhe veröffentlicht für Selbsthilfegruppen und Freunde der Selbsthilfe aus dem Stadt- und Landkreis Karlsruhe folgende Mitteilung:

Am 07.03.2023 war die Jugend- und Drogenberatung Karlsruhe bei uns zu Gast. Die Jugend- und Drogenberatung ist ein Angebot der Stadt Karlsruhe und ein wichtiger Bestandteil der Karlsruher Suchthilfe. Das Angebot der Drogenberatung richtet sich an Konsumierende illegaler Drogen sowie deren Bezugspersonen und bietet Beratung, Information und Vermittlung in weiterführende Hilfen. Ergänzend werden themenspezifisch Gruppen- und Präventionsangebote durchgeführt. Im Rahmen der Jugendberatung können bis zum 27. Lebensjahr auch Konsumierende legaler Drogen – zum Beispiel Alkohol, Nikotin, Medikamente – und deren Bezugspersonen das Angebot der Beratungsstelle in Anspruch nehmen (Informationen dazu siehe https://www.karlsruhe.de/bildung-soziales/psychologische-soziale-beratung/suchtberatung).


Die Leiterin, deren Stellvertreter und zwei Berater der Jugend- und Drogenberatung Karlsruhe stellten sich den Fragen betroffener Eltern und Angehöriger und es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Wichtig ist, dass die Eltern mit ihren Kindern eine gute Beziehung aufrecht erhalten und Grenzen setzen. Natürlich wollten die Eltern vor allem wissen, wie die betroffenen Kinder für eine Drogenberatung motiviert werden können. Ein Problembewusstsein beim Kind und oft auch Leidensdruck (Konflikte, Kriminalität) motivieren häufig zu einem Besuch in der Drogenberatung. Dort wird versucht, einen positiven Kontakt herzustellen und auf der Basis sachlicher Argumente die Klienten zum Nachdenken anzuregen. Die Mitarbeiter der Drogenberatung sehen sich als Generalisten, die ein offenes Ohr für Ihre Klienten haben. Es gibt keine Spezialisierung im Team auf bestimmte Drogen. Psychische Erkrankungen (z.B. im Rahmen einer psychischen Erkrankung mit Sucht) können nicht behandelt werden, es wird aber an geeignete Fachstellen weitervermittelt.

Die Drogenberatung führt ebenfalls eine Suchtprävention an Schulen durch. Diese Präventionsarbeit ist noch ausbaufähig, da hierfür die Mittel leider begrenzt sind.  Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Vermittlung einer geeigneten Entgiftung und Therapie für Drogenabhängige, die von der Sucht loskommen wollen und die Unterstützung bei den notwendigen Anträgen für eine Therapie. Außerdem kümmern sich die Jugendberatung auch um die Probleme Jugendlicher, die nichts mit Drogen zu tun haben.

Beide Parteien fanden den Austausch sehr aufschlussreich, einmal einen Blick auf die jeweils andere Seite werfen zu können und hieraus wichtige Erkenntnisse für die eigene Arbeit zu gewinnen.

EL-dro-ST e.V. und die Jugend- und Drogenberatung Karlsruhe arbeiten bereits seit Gründung des Vereins im Jahre 1980 vertrauensvoll zusammen – dies hat der Themenabend auf das Neue eindrucksvoll bestätigt. Wir freuen uns auch weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Team der Jugend- und Drogenberatung Karlsruhe.

Ute Lührs und Dr. Andreas Gebauer
EL-dro-ST e.V.


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