Ein Experiment im Kinderhaus am Schlossstrahl

Erstellt: Donnerstag, 11. Mai 2017

Im März startete im Kinderhaus am Schlossstrahl ein spannendes Experiment – sowohl für die Kinder, als auch für die Eltern und Erzieher des Kinderhauses.

Im Rahmen der Facharbeit eines PiA-Auszubildenden (Praxis integrierte Ausbildung) im dritten Ausbildungsjahr mit dem Thema „Haben Kinder das Spielen verlernt?“ wurde in allen Räumen das vorgefertigte Spielmaterial wie zum Beispiel Puzzles, Gesellschaftsspiele, Eisenbahn, Sandspielzeug und Fahrzeuge mit den Kindern zusammen weggeräumt.

Das gemeinsame Wegräumen machte den Kindern viel Spaß und verdeutlichte die Veränderung, die sie am nächsten Tag erwartete.

An die Stelle des vorgefertigten Spielmaterials traten Natur- und Verpackungsmaterial, Tücher, Decken und alle anderen Gegenstände, die ein kreatives Spiel anregen.

Tatkräftig unterstützt wurden wir von unseren Eltern, die eifrig Kartons, Dosen, Becher usw. von zu Hause zur Verfügung stellten.

Das „andere“ Spielzeug wurde von den Kindern sehr gut angenommen. Kartons wurden zu Küchen, in denen Essen zubereitet wurde. Anstatt mit Duplos wurden jetzt Häuser oder Türme mit Bechern in die Höhe gebaut.

Nach einer Woche mussten wir feststellen, dass alternatives Spielzeug natürlich nicht so stabil und langlebig ist wie das professionell gefertigte. So mussten Kisten und Kartons repariert und die Menge des Spielmaterials reduziert werden.

Nach einer weiteren Woche wurde das alt bekannte Spielzeug wieder in die Zimmer eingeräumt.

Abschließend können wir sagen, dass wir von dem Experiment angenehm überrascht sind. Durch das alternative Spielmaterial wurden viele schöne Spielsituationen angeregt, ganz gleich wie alt die Kinder waren.

Auch die Rückmeldung der Eltern war durchwegs positiv. Von einigen kam sogar der Wunsch, dieses Experiment doch bald mal wieder durchzuführen.

Die Kinder mit ihrem alternativen Spielzeug: Steine, Becher, Deckel, Papierrollen, Holzstücke....